15. August 2026
Brandschutzvorsorge: Wie schützen Sie ihr Wohnhaus und Grundstück
Viele Hauseigentümer haben die falsche Vorstellung, dass die Vorbereitung ihres Hauses auf die Gefahr eines Waldbrandes eine unlösbare Aufgabe ist. In Wirklichkeit gibt es einfache praktische Schritte, mit denen Hausbesitzer die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Haus einen Brand übersteht, deutlich erhöhen können.
Mit diesen zehn einfachen Schritten können Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Haus bei einem Waldbrand nicht zerstört wird, drastisch erhöhen.
1. Halten Sie Ihre Dachrinnen sauber
Reinigen Sie Ihre Regenrinnen. Tannennadeln, getrocknete Blätter, Stöcke, Zweige und Rückstände diese sind leicht entflammbar. Brandfackeln und Glut können das Material in Ihren Regenrinnen leicht entzünden.
2. Dachpflege als Schutz vor Bränden
Reinigen Sie Ihr Dach regelmäßig und entfernen Sie Laub, Äste, Nadeln und andere brennbare Ablagerungen. Besonders bei Trockenheit können diese Materialien zur Brandgefahr werden. Halten Sie auch Dachrinnen frei von brennbarem Material. Bei einer Erneuerung des Daches sollten Sie auf eine brandbeständige Bedachung achten. In Deutschland ist insbesondere die Einstufung BROOF (t1) nach DIN EN 13501-5 relevant. Sie bezeichnet eine Bedachung mit Widerstandsfähigkeit gegen Flugfeuer und strahlende Wärme. Geeignete Dachziegel, Dachsteine, Schindeln oder Metalldächer können dazu beitragen, die Ausbreitung eines Feuers zu begrenzen.
3. Brennbares Material rund ums Haus entfernen
Entfernen Sie abgestorbene Blätter und anderes brennbares Material rund um Ihr Haus. Als Faustregel gilt: Entfernen Sie alle brennbaren Abfälle im Umkreis von 30 Metern um Ihr Haus. Achten Sie besonders auf Abfälle unter Ihrer Terrasse und den Stufen. Vergessen Sie nicht die Garage, den Schuppen und alle anderen Nebengebäude.
4. Brandgefahr durch Äste und trockenes Laub vermeiden
Wenn Sie ausgewachsene Bäume haben, achten Sie darauf, dass keine Äste über Ihr Dach hängen. Schneiden Sie alle abgestorbenen Äste ab, die weniger als einen Meter über dem Boden liegen. Beseitigen Sie die Rückstände unter Ihren Bäumen sowie trockenes Laub.
5. Trockene Sträucher als Brandgefahr
Es ist in Ordnung, wenn Sie Büsche um Ihr Haus herum haben, aber sehen Sie unter dem Busch nach, um sicherzustellen, dass sich dort kein totes Material befindet. Grüne Sträucher sind unbedenklich – trockene oder abgestorbene Sträucher erhöhen die Brandgefahr deutlich.
6. Feuerfeste Gestaltung rund ums Haus
Entfernen Sie Mulchbeete rund um Ihr Haus. Brennbarer Mulch sollte mindestens 3 Meter vom Haus entfernt sein. Verwenden Sie für dekorative Abdeckungen ausschließlich feuerfeste Materialien.
7. Metallgitter als Brandschutz
Installieren Sie ein feines Metall-Insektengitter hinter Ihren Dachentlüftungsöffnungen, um zu verhindern, dass Brandfackeln und Glut in Ihren Dachboden geweht werden. Wenn Sie Terrassensockel besitzen, bringen Sie dahinter ein Gitter an, um zu verhindern, dass Glut und Brandfackeln unter Ihre Terrasse gelangen.
8. Brandgefahr durch Holzstapel vermeiden
Versetzen Sie Ihren Holzstapel, wenn er näher als 3 Meter vom Haus entfernt ist. Wenn Sie ihn nur auf 3,5 Meter verschieben, reicht das noch nicht aus – versetzen Sie ihn mindestens 15 Meter vom Haus entfernt. Sie können ihn zur kalten Jahreszeit immer wieder zurücksetzen.
9. Rasenpflege: Ein wichtiger Brandschutz
Mähen Sie Ihren Rasen und entfernen Sie das Schnittgut ordnungsgemäß. Ein gut gemähter Rasen ist nicht nur ansehnlich. Er ist auch brandschützend.
10. Brennbare Gegenstände von Terrasse und Veranda entfernen
Entfernen Sie alles, was brennbar ist, von Ihrer Veranda und Terrasse. Dazu gehören Dinge wie Sitzkissen, brennbare Garten- und Terrassenmöbel, Propangasflaschen, Besen, Fußmatten (insbesondere Gras- und Jutematten) und Markisen.
11. Effektiver Gebäudeschutz bei Waldbränden
Ein Wasserschutzsystem schützt waldnahe Gebäude und Grundstücke vor Funkenflug und Strahlungswärme, indem Sprinkler Dach, Fassade und Grundstücksgrenze kontinuierlich befeuchten. Für maximale Zuverlässigkeit arbeitet das System stromunabhängig mit Motorpumpen und nutzt eigene Wasserreservoirs wie Zisternen oder Pools.

