21. November 2023

Pariser Klimaabkommen: völkerrechtlicher Vertrag zur Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen

Überblick

Das Pariser Klimaabkommen ist ein internationaler Vertrag, der im Rahmen der Vereinten Nationen verhandelt wurde und darauf abzielt, den globalen Klimawandel zu bekämpfen. Es wurde am 12. Dezember 2015 auf der 21. Konferenz der Vertragsparteien (COP 21) der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in Paris angenommen und trat am 4. November 2016 in Kraft.

Hauptziele

Das Hauptziel des Abkommens ist es, die globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius über vorindustriellem Niveau zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, um die Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Dies soll durch die Verringerung der Treibhausgasemissionen und die Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel erreicht werden.

Nationale Beiträge

Ein zentraler Bestandteil des Abkommens sind die national festgelegten Beiträge (NDCs), in denen jedes Land seine eigenen Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen festlegt. Diese Beiträge sollen alle fünf Jahre überprüft und verschärft werden.

Finanzierung

Das Abkommen sieht vor, dass entwickelte Länder finanzielle Mittel bereitstellen sollen, um Entwicklungsländer bei der Reduzierung ihrer Emissionen und bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu unterstützen. Zusätzlich soll der private Sektor in die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen einbezogen werden.

Transparenz und Rechenschaftspflicht

Das Abkommen etabliert ein Transparenzrahmen, um die Fortschritte bei der Erreichung der NDCs zu überwachen und zu überprüfen. Dies soll sicherstellen, dass die Länder ihre Verpflichtungen einhalten und fördert die Rechenschaftspflicht.

Globale Reaktion

Das Pariser Abkommen wurde weltweit als historischer Schritt im Kampf gegen den Klimawandel begrüßt und von nahezu allen Ländern der Welt unterzeichnet. Es markiert einen bedeutenden Fortschritt in der internationalen Klimapolitik, da es eine gemeinsame Basis für Maßnahmen gegen den Klimawandel schafft und die Dringlichkeit des Problems anerkennt.

Herausforderungen und Kritik

Trotz der breiten Zustimmung gibt es Kritik, insbesondere hinsichtlich der Freiwilligkeit der NDCs und der Frage, ob die festgelegten Ziele ausreichen, um die Erwärmung wirksam zu begrenzen. Die Herausforderungen bei der Umsetzung des Abkommens liegen in der Sicherstellung ausreichender Finanzierung, der politischen Willensbildung in den teilnehmenden Ländern und der Integration von Klimaschutzmaßnahmen in nationale Politiken.

Bedeutung und Ausblick

Das Pariser Klimaabkommen gilt als ein Meilenstein in der internationalen Klimapolitik und setzt ein klares Signal für die Notwendigkeit des globalen Handelns. Seine langfristige Wirksamkeit wird jedoch davon abhängen, wie effektiv die Länder ihre Verpflichtungen umsetzen und ihre Klimaschutzmaßnahmen im Laufe der Zeit verstärken.

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