23. April 2024

SDG 2: Kein Hunger

SDG 2: Kein Hunger, zielt darauf ab, den Hunger weltweit zu beenden, Ernährungssicherheit zu erreichen, verbesserte Ernährung zu fördern und nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen.

Beendigung des Hungers

Die Beendigung des Hungers ist ein zentrales globales Ziel, das darauf abzielt, allen Menschen dauerhaften Zugang zu sicherer, nahrhafter und ausreichender Nahrung zu gewährleisten. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, die Lebensmittelproduktion zu steigern, die Verteilungseffizienz zu verbessern und den Zugang zu Nahrungsmitteln insbesondere in Krisen- und Konfliktgebieten zu sichern. Strategien hierfür umfassen den Ausbau der Infrastruktur für die Lebensmittelverteilung, die Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Methoden und die Unterstützung kleiner Landwirte bei der Erhöhung ihrer Produktivität und Marktzugänge. Zusätzlich ist eine internationale Zusammenarbeit erforderlich, um Lebensmittelsicherheit global zu koordinieren und zu stärken. Dieser integrierte Ansatz ist entscheidend, um Hunger effektiv und nachhaltig zu beenden.

Verbesserung der Ernährung

Die Verbesserung der Ernährung ist essentiell, um die allgemeine Gesundheit zu fördern und Mangelernährung zu bekämpfen. Sie zielt darauf ab, den Zugang zu vielfältigen und nährstoffreichen Lebensmitteln zu erweitern und das Bewusstsein für gesunde Ernährungsweisen zu schärfen. Maßnahmen hierfür beinhalten Bildungsprogramme über Ernährung, die Anreicherung von Grundnahrungsmitteln mit essentiellen Vitaminen und Mineralstoffen sowie die Unterstützung lokaler Lebensmittelsysteme, die frische und gesunde Produkte anbieten. Solche Initiativen sind besonders wichtig in Regionen, wo verarbeitete Lebensmittel dominieren und frische, gesunde Optionen begrenzt sind. Eine verbesserte Ernährung trägt nicht nur zur physischen Gesundheit bei, sondern unterstützt auch kognitive Entwicklungen und allgemeines Wohlbefinden.

Förderung nachhaltiger Landwirtschaft

Die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft ist entscheidend, um Umweltauswirkungen zu minimieren, die Biodiversität zu schützen und die Lebensmittelsicherheit langfristig zu sichern. Nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken umfassen Methoden wie den ökologischen Landbau, den integrierten Pflanzenschutz und die Wasserwirtschaft, die darauf abzielen, Ressourcen effizient zu nutzen und die Umweltbelastung zu reduzieren. Durch die Einführung von Technologien für präzise Landwirtschaft, den Anbau von widerstandsfähigen Pflanzensorten und die Förderung von diversifizierten Anbausystemen können Landwirte Erträge steigern und gleichzeitig natürliche Lebensgrundlagen erhalten. Solche Maßnahmen unterstützen nicht nur die ökonomische Stabilität von Agrargemeinschaften, sondern tragen auch zur Erreichung globaler Nachhaltigkeitsziele bei.

Stärkung der landwirtschaftlichen Produktivität

Die Stärkung der landwirtschaftlichen Produktivität ist entscheidend, um die Ernährungssicherheit zu verbessern und das Einkommen von Bauern zu erhöhen. Durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien, verbesserte Anbaumethoden und den Zugang zu qualitativ hochwertigem Saatgut können Landwirte ihre Erträge steigern. Wichtige Maßnahmen umfassen auch die Schulung der Bauern in effizienten Techniken, die Bereitstellung von Mikrokrediten und die Förderung von Genossenschaften, die Kleinbauern unterstützen. Zusätzlich ist es wichtig, dass Landwirte einen besseren Zugang zu Märkten haben, um ihre Produkte zu fairen Preisen zu verkaufen. Diese Bemühungen tragen dazu bei, die Lebensgrundlagen ländlicher Gemeinschaften zu stärken und eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben.

Widerstandsfähigkeit gegen Klimaveränderungen

Die Widerstandsfähigkeit gegen Klimaveränderungen ist von entscheidender Bedeutung, um die landwirtschaftliche Produktion angesichts sich ändernder klimatischer Bedingungen zu sichern. Anpassungsstrategien umfassen die Entwicklung und den Einsatz klimaresistenter Pflanzensorten, verbesserte Bewässerungstechniken und Bodenmanagementpraktiken, die die Produktivität auch unter extremen Wetterbedingungen aufrechterhalten können. Die Implementierung von Frühwarnsystemen für extreme Wetterereignisse sowie die Schulung von Bauern in nachhaltigen Anbaumethoden sind ebenfalls wichtig, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern. Diese Maßnahmen erhöhen die Fähigkeit der Agrarsektoren, sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen, und unterstützen so die langfristige Lebensmittelsicherheit und die Lebensgrundlagen der ländlichen Bevölkerung.

Was sind derzeitige Probleme in der Welt, die gegen das erreichen des Ziels „kein Hunger“ spielen?

Derzeit bedrohen mehrere globale Herausforderungen das Ziel „Kein Hunger“. Die COVID-19-Pandemie hat wirtschaftliche Rückschläge verursacht, die viele in die Armut stürzten und die Lebensmittelversorgung weltweit beeinträchtigten. Konflikte wie der Krieg in der Ukraine verstärken globale Nahrungsmittelknappheit und treiben Preise in die Höhe. Zudem verschärft der Klimawandel mit extremen Wetterereignissen wie Dürren und Überschwemmungen die Lage, indem erntefähige Flächen zerstört werden. Wirtschaftliche Instabilität und Inflation erschweren vielen den Zugang zu erschwinglichen Lebensmitteln. Gleichzeitig führt das schnelle Bevölkerungswachstum zu erhöhtem Druck auf die Nahrungsressourcen. Soziale Ungleichheit limitiert den Zugang benachteiligter Gruppen zu lebenswichtigen Ressourcen. Auch die massive Nahrungsmittelverschwendung und Landnutzungskonflikte tragen zur Problematik bei. Diese vielschichtigen Probleme erfordern dringend internationale Kooperation und innovative Strategien zur Sicherstellung der globalen Ernährungssicherheit.

Die Übersicht der 17 Ziele ist hier zu lesen

Übersicht der 17 Ziele

Links

Die Informationen der Vereinten Nationen zum Thema Sustainable Development Goals, SDGs findest Du hier:

https://sdgs.un.org/goals

Die Informationen des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung findest Du hier:

https://www.bmz.de/de/agenda-2030/sdg-1

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